ANSELM KIEFER

*1945 Donaueschingen – lebt in Paris

Früh ist Anselm Kiefer von seinem Vater, dem Kunstpädagogen Albert, gefördert worden, der ihm die bildnerischen Techniken wie Linolschnitt, Sandmalerei und Tonarbeit lehrt. 1963 gewinnt er den «Jean-Walter-Preis» der Europäischen Organisation für Reisestudienstipendien, womit er durch Holland, Belgien und Frankreich reist und zahlreiche Skizzen fertigt. Nichtsdestotrotz versucht er sich zuerst an einem Studium der Rechtswissenschaften und der Romanistik, welches er vorzeitig abbricht. Sein Malereistudium absolviert er von 1966-1968 zuerst in Freiburg bei Peter Dreher und dann in Karlsruhe bei Horst Antes. Mit seiner Abschlussarbeit «Besetzungen», die aus Hitlergrüssen in verschiedenen öffentlichen Stätten Europas besteht, löst er einen Skandal aus. Nach diesem Eklat wird er von Joseph Beuys gefördert.

Für weitere Empörung sorgt sein Beitrag an der Biennale di Venezia 1980, der ihm jetzt internationalen Erfolg bringt. Er erhält grosse Ausstellungen in London, USA und Japan. Zwischen 1991 verlässt er Deutschland, um Asien, Australien und Mexiko zu bereisen, dort zu fotografieren und zu schreiben. 1993 setzt er seine künstlerische Arbeit in Frankreich fort, wo er auch im Collège de France Vorlesungen hält. Zuerst in Barjac und später in Paris baut er grosse Atelierkomplexe, die ihm uneingeschränktes Arbeiten ermöglichen. Seine Kunst wird mit Preisen und Auszeichnungen geehrt, darunter den Adenauer-de-Gaulle-Preis und, als ersten bildenden Künstler, den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels. Das Werk des Künstlers wird auf der documenta VI, VII und VIII gezeigt und in zahlreichen monumentalen Ausstellungen weltweit.

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