OTTO DIX

Otto Dix

1891 Gera – 1969 Singen

Dix war einer der markantesten Repräsentanten der deutschen Nachexpressionisten-Generation. Er war 1919 Mitbegründer der Dresdner Sezession und malte ab den 1920er Jahren sozialkritische Bilder im Stil der Neuen Sachlichkeit.

Am bekanntesten sind seine beißend satirischen Bilder aus der Weimarer Zeit, in denen Dix Kriegsgewinnler und Kriegsfolgen wie Armut und Arbeitslosigkeit abbildet. Sein Werk ist geprägt von extremer künstlerischer Wandlungsfähigkeit und enormer stilistischer Vielfalt. 1926 wird er Professor an der Dresdner Akademie. 1933 entlassen ihn die Nazis aus dem Lehramt und diffamieren seine Kunst als entartet: ein tiefer Einschnitt seiner Karriere.

1955 nahm Dix an der documenta I und 1964 an der documenta III teil. Seine Werke sind hauptsächlich in deutschen und europäischen Museen zu finden, wie in der Neuen Nationalgalerie in Berlin oder der Pinakothek der Moderne in München.

Ausgewählte Arbeiten

Reinhard Pods, Ohne Titel (will), 1981, Oil on canvas, 200 x 220.3 cm

Otto Dix
Südlicher Matrose

1923
Lithographie
46,2 x 31,5 cm

Reinhard Pods, Ohne Titel (will), 1981, Oil on canvas, 200 x 220.3 cm

Otto Dix
Portrait (Portrait Frau M.)

1925
Aquarell und Gouache über Bleistift auf Papier
72 x 53 cm

Reinhard Pods, Ohne Titel (will), 1981, Oil on canvas, 200 x 220.3 cm

Otto Dix
Operation

1943
Kohle und Bleistift auf Karton auf Karton
95 x 88,8 cm

Reinhard Pods, Ohne Titel (will), 1981, Oil on canvas, 200 x 220.3 cm

Otto Dix
Freuden des Sommers

1941
Mischtechnik auf Holz
70 x 100,5 cm

Ausstellungen

Neudecker Galerie Haas AG Zürich

11. Dezember 2014 – 30. Januar 2015

Mariele Neudecker, Otto Dix und Paul Klee

Jeder von uns kennt das. Man findet sich irgendwann in einer ganz besonderen Landschaft, in den Alpen, am Meer, in der Steppe, in einem Tal, oder, wie Mariele Neudecker einst, in der Arktis. Und man möchte das, was man sieht, das atemberaubende Panorama, die wohlige Nähe eines Waldes, die unendliche Weite des Meeres, der Steppe oder die der Polarnacht als Gesamtes sehen, in Erinnerung behalten, ja einverleiben. Doch das geht einfach nicht.  Denn, wie Neudecker schreibt: “…somehow the sockets of my eyes suddenly seem to be too small, close, too tight and deep…Needless to say: my camera lens frames and crops, everything way too small and too tightly.” Und kein noch so komplexes Augenpaar kann jenes in Gänze fassen, was unser Innerstes einst so berührte.

Katalog

Auszug

„Otto Dix hat in den Wechseln und Widersprüchen seines Werks wie kaum ein zweiter Künstler die Zäsuren und Verwerfungen des 20. Jahrhunderts reflektiert. Angriff und Abwehr des brüskierten oder decouvrierten Zeitgeistes konnten ihm noch jedes Mal gewiss sein. Doch mit der ihm eigenen schroffen Entschiedenheit ist Dix sich selber treu – und ein Streitfall der deutschen Kunst geblieben. »Ich mal’ weder für die noch für die. Tut mir leid. Ich bin eben ’n derartig souveräner Prolete, nicht wahr, daß ich sag: ›Das mach ich! Da könnt ihr sagen, was ihr wollt.‹ Wozu das gut ist, weiß ich selber nicht. Aber ich mach’s. Weil ich weiß, so ist das gewesen und nicht anders.«

Ulrike Lorenz

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