Per Kirkeby

18. März – 30. April 2021

Per Kirkeby Galerie Haas Zürich

Per Kirkeby

1938 Kopenhagen – 2018 Kopenhagen

Malerei, Druckgrafik, Plastik, Lyrik und Film – Per Kirkeby gilt als einer der vielfältigsten dänischen Künstler der Gegenwart. Als promovierter Geologe beeinflussen natürliche Strukturen und Formen seine zum Teil großformatigen Arbeiten, die im fertigen Werk deutlich erkennbar sind. Seine Arbeiten, egal ob Malerei oder Bildhauerei, sind nicht von Impulsivität oder Emotionalität geleitet, sondern unterliegen dem kontrollierten, reflektierten Arbeitsprozess eines Naturwissenschaftlers. Seine Arbeitsweise und sein Stil wechseln mehrfach über die Jahrzehnte. Sind seine Gemälde bis in die 1970er Jahre noch von den plakativen Ausdrucksmitteln der Pop Art bestimmt, entstehen in der Folge gestisch-expressive Kompositionen, die vor allem die Natur als vorherrschendes Thema haben. Das Gegenständliche kehrt sich zunehmend ins Abstrakte.

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Ausgewählte Arbeiten

Reinhard Pods, Ohne Titel (will), 1981, Oil on canvas, 200 x 220.3 cm

Per Kirkeby
Ohne Titel

2015
Mischtechnik auf Masonit
122 × 122 cm

Reinhard Pods, Ohne Titel (selbst), 2021, Ball pen, watercolor on canvas, 170 x 129.8 cm

Per Kirkeby
Ohne Titel

2012
Mischtechnik auf Masonit
122 × 122 cm

Reinhard Pods, Ohne Titel, 1983, Oil, spray on canvas, 140 x 110 cm

Per Kirkeby
Ohne Titel

2012
Mischtechnik auf Masonit
122 × 122 cm

Reinhard Pods, Cordia (Cordia ist Soziologin, jetzt forscht sie in Wurzn), 1991, Oil on canvas, 220 x 200 cm

Per Kirkeby
Ohne Titel

2014
Mischtechnik auf Masonit
122 × 122 cm

Reinhard Pods, Ohne Titel, 1976, Oil on canvas, 169.8 x 250 cm

Per Kirkeby
Ohne Titel

2012
Mischtechnik auf Masonit
122 × 122 cm

Reinhard Pods, Ohne Titel, 2005, Oil on canvas, 230.6 x 164.8 cm

Per Kirkeby
Ohne Titel

2014
Mischtechnik auf Masonit
122 × 122 cm

Reinhard Pods, Ohne Titel, 2005, Oil on canvas, 230.6 x 164.8 cm

Per Kirkeby
Ohne Titel

2014
Mischtechnik auf Masonit
122 × 122 cm

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Reinhard Pods, Ohne Titel, 2005, Oil on canvas, 230.6 x 164.8 cm

Per Kirkeby
Ohne Titel

2014
Mischtechnik auf Masonit
122 × 122 cm

Reinhard Pods, Ohne Titel, 2005, Oil on canvas, 230.6 x 164.8 cm

Per Kirkeby
Ohne Titel

2013
Mischtechnik auf Masonit
122 × 122 cm

Reinhard Pods, Ohne Titel, 2005, Oil on canvas, 230.6 x 164.8 cm

Per Kirkeby
Ohne Titel

2012
Mischtechnik auf Masonit
122 × 122 cm

Reinhard Pods, Ohne Titel, 2005, Oil on canvas, 230.6 x 164.8 cm

Per Kirkeby
Ohne Titel

2012
Mischtechnik auf Masonit
122 × 122 cm

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Reinhard Pods, Ohne Titel, 2005, Oil on canvas, 230.6 x 164.8 cm

Per Kirkeby
Ohne Titel

2012
Mischtechnik auf Masonit
122 × 122 cm

Installationsansichten

Über die Ausstellung

Per Kirkeby Galerie Haas Zürich

Die Galerie Haas AG freut sich, die Ausstellung Per Kirkeby anzukündigen, die vom 18. März bis zum 30. April, 2021 läuft. Gezeigt werden Arbeiten auf Masonit, die zwischen 2012 und 2014 entstanden sind. Dies ist die erste Einzelausstellung des 2018 verstorbenen dänischen Künstlers in der Züricher Galerie.

Per Kirkeby war Zeit seines Lebens ein facettenreicher Künstler. Sein Œuvre umfasst nicht nur Malerei, sondern auch den Bereich der Lyrik, des Filmes, der Architektur, der Skulptur, sowie der Druckgrafik. Von 1957 bis 1964 studiert er erst Geologie, schlägt aber nach zahlreichen Reisen und Expeditionen den Weg des Künstlers ein. Stets greift Kirkeby auf seinen reichen Erfahrungs- und Erinnerungsschatz zurück und vereint eine wissenschaftlich nüchterne mit einer künstlerisch sensiblen Lebendigkeit und reflektiert das Erfahrene und Erlebte in ästhetisch eindrucksvoller Weise.

So auch in den Werken auf Masonit von 2012 bis 2014, ein Bildträger, den Kirkeby seit den 1960er Jahren mit Vorliebe nutzt. Die Werke oszillieren zwischen Figuration und Abstraktion, erinnern doch einzelne Elemente an Edelsteine oder an fruchtbare Erde, auf der etwas zu gedeihen scheint. Wir begleiten den Künstler in dunkle Höhlen, in denen unbekannte Steine fluoreszieren oder entdecken zusammen eisige Landschaften.

Auf den Arbeiten auf Masonit ist Kirkebys Experimentierfreude gut sichtbar. Er wendet nicht nur klassische Techniken der Malerei und des Zeichnens an, sondern setzt auch die zeitgenössische Spray-Technik ein. Dank seines Malduktus und dem Aufeinanderlegen mehrerer Materialschichten verleiht der Künstler seinen Werken zudem auch eine Dreidimensionalität. Diese Plastizität erinnert uns an den ausgebildeten Geologen, der sich anfänglich den Gesteinen und der Natur auf wissenschaftlicher Ebene verschrieben hat.

Die Ausstellung eröffnet am 18. März, 2021, von 11 bis 18 Uhr. Anlässlich der Ausstellung erscheint ein Katalog in Deutsch und Englisch.

Katalog

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Auszug

„Kunsthistorisch erinnern die Masonitbilder an Arbeiten von Arshile Gorky. Das Gestisch-Figurative verweist auf Cy Twomblys abstrakt-expressionistische Gemälde mit vegetabil anmutenden Elementen. In den Essays von 1986 bewundert Kirkeby das „Klassische“ der Arbeiten der von Donald Judd, Carl Andre, Richard Serra und Sol LeWitt. Dabei stellen die grafischen Arbeiten von Serra seit den 1970er Jahren einen ähnlichen Versuch dar, unterschiedliche Formen in einem großen Format unterzubringen.“

Jagoda Kamola

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