RENÉ MAGRITTE

1898 Lessines/Belgien – 1967 Schaerbeek/Belgien

René Magritte, Sohn eines Schneiders und einer Hutmacherin, ist zeitlebens ein bescheidener Mann, der eine sehr bürgerliche Existenz führt. Dennoch zeigt sein Werk skurrile bis morbide Motive, die seinen charakteristischen Stil prägen. Der Selbstmord seiner Mutter, als er 14 Jahre alt ist, hinterlässt das Motiv des bedeckten Kopfes in seiner Kunst. Kunsthistorisch ist es de Chirico und seine Pittura Metafisica, vor allem das Werk «Das Lied der Liebe», das den Künstler in seiner individuellen Ausdrucksform beeinflussen soll. 1913 beginnt der junge Magritte bereits erste Arbeiten im impressionistischen Stil. Von 1916-1918 studiert er an der Académie des Beaux-Arts in Brüssel und schafft Arbeiten mit kubistisch-futuristischen Elementen. Nach dem Studium verdient er seinen Lebensunterhalt zuerst als Musterzeichner in einer Tapetenfabrik und dann als Plakat- und Werbezeichner. In dieser Zeit kommt er der dadaistischen Bewegung näher. Doch seinen unverkennbaren Stil, der ihm zum Surrealisten macht, entwickelt er ab 1925.

Durch einen festen Vertrag bei der Brüsseler Galerie Le Centaure kann er sich ausschliesslich auf seine künstlerische Arbeit konzentrieren. Im Jahre 1927 zieht er nach Paris, wo er sich der Gruppe um den Surrealisten André Breton anschliesst und in Kontakt mit de Chiricos Werk kommt. Er befreundet sich mit Joan Miró und Hans Arp. Ab 1930 lebt Magritte wieder in Brüssel. Dennoch nimmt der Künstler an einigen internationalen Ausstellungen teil, 1947 hat er seine erste in den USA.
Der Künstler ist auch als Redakteur mehrerer Zeitschriften und Zeitungen tätig, dreht Kurzfilme und hält Vorträge über seine Arbeit. Mit dem Einmarsch der Deutschen Wehrmacht im Zweiten Weltkrieg in Belgien gibt es eine Wende in der künstlerischen Arbeit Magrittes. So sagt er selbst dazu: „… Vor dem Krieg drückten meine Bilder Angst aus, die Erfahrung des Krieges hat mich gelehrt, dass es in der Kunst darauf ankommt, Bezauberung auszudrücken. Ich lebe in einer unangenehmen Welt, und meine Arbeit ist als Gegenangriff gedacht.“

Nichtsdestotrotz bleibt die Auseinandersetzung mit dem Wesen der Wirklichkeit der Leitfaden seiner Kunst. Magritte will den Betrachter zum Nachdenken auffordern. Grossen Einfluss üben seine Malerei und sein Denken in den 60er Jahren auf Strömungen wie Pop Art und Konzeptkunst aus. 1956 erhält Magritte den Guggenheim-Preis für Belgien und ist 1959 Teilnehmer an der documenta II.

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