AIMÉ BARRAUD

1902 La Chaux-de-Fonds/Schweiz – 1954 Neuenburg/Schweiz

Aus bescheidenen Verhältnisse stammend, müssen sich Aimé und seine Brüder Charles, François und Aurèle durch Hilfsarbeiten nach der Schule am Unterhalt des Haushaltes beteiligen. Mit dem Geld, das sie entbehren können, bilden sich die vier Söhne an Abendkursen der lokalen Kunstschule künstlerisch weiter. Aufgrund einer schweren Erkrankung des Vaters müssen die Söhne nach Beendigung der Grundschule als Bauarbeiter Geld verdienen. 1922 zieht Aimé mit François nach Reims, wo sie als Anstreicher arbeiten und sich künstlerisch weiterbilden. Sie ziehen weiter nach Paris, wo sie erneut als Bauarbeiter arbeiten und die Sonntage mit Kunststudium und Museumsbesuche verbringen.

François geht wieder nach Reims zurück und an seiner Stelle lebt Aurèle mit Aimé in Paris. Zusammen können sie zweimal bei einem Händler ausstellen. 1931 heiratet Aimé die 1910 geborene Simone Husson. Sie unterstützt ihren Mann, als er sich mit seinen Galeristen überwirft und sich entschliesst, in seiner Heimatstadt La Chaux-de-Fonds auszustellen. Die dortige Ausstellung wird zu einem Erfolg, so dass er einen Zehnjahresvertrag mit dem Kunsthändler Max Moos abschliessen kann. Daraufhin zieht das Paar nach Genf. 1934 stirbt François, der ebenfalls bei Max Moos unter Vertrag ist. Die Haltung des Genfer Kunsthändlers seinem Bruder gegenüber bewegt Aimé dazu, seinen Vertrag zu annullieren.

1938 siedelt er mit seiner Familie nach Neuenburg über und findet 1943 einen Mäzen, wodurch sich seine finanzielle Lage verbessert. Über die Jahre hat der Künstler viele Bilder, Zeichnungen und Radierungen kreiert, die ihn zu einem wichtigen Vertreter der Neuen Sachlichkeit und später des Realismus machen.

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