CHRIS OFILI

*1968 Manchester – lebt in Port of Spain/Trinidad

Chris Ofili in Grossbritannien geboren und aufgewachsen, kommt aus einer Familie nigerianischer Abstammung. Von 1987-1988 studiert er Kunst am Tameside College of Technology, an der Chelsea School of Art und macht an der Royal Academy seinen Master-Abschluss. Während eines Austauschprogramms 1992 studiert er für ein Jahr an der Hochschule der Künste Berlin.

Seine frühen Arbeiten weisen Einflüsse von Künstlern wie Jean-Michel Basquiat und Georg Baselitz auf. Während eines sechs wöchigen Studienaufenthalts in Simbabwe 1992 studiert er die dortige Höhlenmalerei. Seit dieser Zeit lässt Ofili seine afrikanische Herkunft in seiner Kunst miteinfliessen. Sein Werk umfasst Gemälde, Papierarbeiten und Skulpturen, die eine Mischung von Kitsch und Provokation zeigen und oft in Verbindung mit den kulturellen Anpassungsprozessen junger Schwarzer in England und der Hip-Hop-Musik stehen. Von 1995 bis 2005 konzentriert er sich auf Aquarelle, in denen er Frauen- und Männerköpfe, meistens von Schwarzafrikanern in traditionell wirkender Tracht, die an Ahnenbilder erinnern, darstellt. Zusätzlich fertigt er Bilder von Vögeln und Blumen.

In seinen Arbeiten hinterfragt er auf humoristische Art sexuelle und rassistische Stereotypen. Seine Kunst wird international gezeigt, so auch in der Wanderausstellung Sensation von 1998 vom Galeristen Charles Saatchi oder im Museum of Modern Art in New York. Ofilis Werk ist mit dem Turner Prize gewürdigt worden und ist zum Commander des Order of the British Empire ernannt worden.

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