26. Februar – 10. April 2015

Max Frisinger, Otto Piene & Lucio Fontana

Dimitris Tzamouranis ist ein gegenständlicher Maler, ein figurativer Realist, der in altmeisterlicher Weise lasierend Ölfarbe auf Kupfer, Holz oder Leinwände aufträgt. Die Inspiration seiner Malerei gewinnt der 1967 in Griechenland geborene Künstler aus Kunst-, Zeit- und Kulturgeschichte. In der christlichen Ikonographie findet er ebenso reiche Vorbilder, wie in der griechischen Mythologie oder dem paganen Treiben eines Narrentreffens.

Mit der Ausstellung TAROT nähert sich Tzamouranis einem ganz neuen Thema, das sich nicht nur in esoterischen Kreisen grosser Beliebheit erfreut. Die künstlerische Gestaltung dieses Spieles, das in Europa seit Ende des 14. Jahrhunderts bekannt ist und auch praktiziert wird, wurde immer wieder als Herausforderung von Malerei und Graphik verstanden.

Kartendecks des Tarot gibt es unter anderen von Salvador Dali oder Niki de Saint Phalle, Vorbilder für Kartendecks gibt es bei William Blake, Albrecht Dürer, Hieronymus Bosch oder Pieter Bruegel.

Die in ihren Ursprüngen emblematischen Darstellungen des Tarot setzt Dimitris Tzamouranis in figurative Szenen um und öffnet damit die Symbolik der Karten in die fassbare Gegenwart. Tzamouranis beschäftigt sich mit der sogenannten „grossen Arkana“, die 22 Bilder umfasst. Diese werden von Modellen nachgestellt und in freien Interpretationen des ursprünglichen Inhaltes spielerisch inszeniert. Damit macht der Künstler weitere Interpretationsebenen möglich. Die Bedeutung der einzenlen Karte verweist, je nach Motiv, in andere, esoterische, spirituelle oder philosophische Systeme.

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